Gedicht des Monats Mai

Krähen

Kra kra
kra kra
Mama kra kra

Ja ja kra kra

Kra kra Mama
kra kra kra kra

Na na na na
kra kra Papa

Kra kra kra kra
Kacka Mama

Na na kra kra
kra kra ba ba

A-a kra kra
kra kra da da

La la la la
kra kra
kra kra

Gedicht des Monats April

Der Osterhase, der kein Ei fand

Vor Ostern fiel der Osterhase
beim Eierkaufen auf die Nase.

Er stolperte im Stadtverkehr,
da hingen ihm die Ohren quer.

Der Hasendoktor war nicht bang,
zog ihm die Ohren wieder lang.

Doch was danach viel schlimmer schien:
Es gab kein Ei mehr – bis nach Wien.

Der Hase rannte hin und her,
fand einen Stein – uff! Viel zu schwer.

Fand einen Luftballon – zu leicht!
Und wenn dann noch die Luft entweicht!

Fand eine Murmel – viel zu klein!
Das kann kein Osterei nicht sein.

Fand einen Fußball – nein, zu groß!
Da mal ich mich zu Tode bloß!

Fand eine Maus, die lief schnell weg.
Und ach, ihr Grau sah aus wie Dreck.

Fand einen Bär im Zoo mit Bauch.
Zu haarig – und gefährlich auch!

Vor Wut stieß sich der Has’ die Stirn.
Wuchs ihm ’ne Beule aus dem Hirn.

Die Beule tat ihm scheußlich weh.
Er jammerte: „Oje, oje!“

Sie spiegelte sich rot und blau
in einer Pfütze. – Ach wie schlau,

dacht sich der Osterhas’. Au wei,
da hab ich ja mein Osterei!

Gedicht des Monats März

Verkehrte Welt

Wenn die Häuser übern Schornstein fliegen,
Sterne schwarz im Straßengraben liegen,
Hunde an die Kirchturmspitzen pinkeln,
Ampeln leuchten in den Kellerwinkeln,

wenn der Bordstein auf dem Flugplatz landet,
eine Straßenbahn im Gulli strandet,
Ententeiche durch ein Kaufhaus ziehen,
Fahrräder aus Pizzaöfen fliehen,

wenn der Stadtpark auf die Bank sich setzt,
wenn der Küchenschrank die Ratten hetzt
und ein Flügel sich am Kopf verletzt,

wenn die Schule aus den Wolken fällt,
ist die Turmuhr auf den Kopf gestellt,
was dem Mann im Mond sehr gut gefällt.