Der große Preis der Volkacher Akademie

Logo_Akademie_final_RGBHurra! Ich bekomme den „Großen Preis 2018“, der von der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur e.V. in Volkach verliehen und von der Kulturstiftung des Bezirks Unterfranken  in Höhe von 5.000 € gestiftet wird. In der Pressemitteilung der Akademie heißt es u. a.: „Wie kaum ein anderer seiner Generation hat Gutzschhahn sich seit nunmehr vier Jahrzehnten in nahezu allen Feldern der Kinder- und Jugendliteratur betätigt. Dabei gestaltet er die Grenzen zur allgemeinen Literatur und den erwachsenen Leserinnen und Lesern stets offen, indem er die formalen und inhaltlichen Grenzen seiner Texte immer wieder aufs Neue auslotet. Er gilt als ein Meister der Sprache, der Sprachreflexion, was er in seinen Übersetzungen, vor allem aber in seinen Gedichten auf sehr überzeugende Weise unter Beweis stellt. Zu Recht gilt er als eine der wichtigsten kinder- und jugendliterarischen Lyrikstimmen der Gegenwart.“

Die Preisverleihung findet am Freitag, 19. Oktober 2018 im Schelfenhaus in Volkach statt. Wer die ganze Begründung der Jury lesen möchte, findet sie hier: akamedie-kjl.

 

 

Gedicht des Monats August

Das Krächzen

              Auf eine Zeile von Christian Morgenstern

Ein Rabe saß auf einem Meilenstein
und krächzte heiser in die Welt hinein.

Er krächzte laut er krächzte hart
er krächzte krass nach Rabenart.

Er krächzte krächzte voller Glut
er krächzte sich in Rabenwut

Dann stellte er das Krächzen ein
und flog auf einen andern Stein.

Gedicht des Monats Juli

Der Mond

Der Mond stand am Himmel,
er winkte mir zu.
Ich winkte zurück
und rief ruckediku.

Der Mond kam vom Himmel,
er schwebte mir zu.
Ich stieß ihn zurück
und rief: Das ist tabu.

Schöne Begegnungen im Norden

Musse_MaeuseEnde April war ich auf einer größeren Norddeutschland-Tour mit vielen verschiedenen Stationen. Anlass der Reise war eine Lesung in Hamburg und die Idee, auf den Spuren des Lyrik-Altmisters James Krüss zu wandeln und ein paar Tage auf Helgoland zu verbringen. Weil die Reise gen Norden von München aus weit ist und sich irgendwie „lohnen“ soll, versucht man all das hineinzupacken, was man sonst immer wieder aufschieben würde. Und so gab es neben ganz privaten Besuchen (in Berlin und Waltrop bei Dortmund) auch wunderschöne Schriftsteller- und Verlegerbegegnungen mit Arne Rautenberg (Kiel), Manfred Schlüter (Hillgroven bei Büsum) und Dincer Gücyeter (Essen), der meinen neuen Kindergedichtband „Die Muße der Mäuse“ verlegt. Das Buch erscheint Anfang September im Elif Verlag. Mit Manfred Schlüter habe ich in der Hillgrovener Nordsee-Gemeinde letzte Hand an das Cover des Buches gelegt. Schlüter hat auch den Innenteil des schönen Buchs gestaltet. Treuer Begleiter auf meiner einwöchigen Reise war mein 25 Jahre alter Saab 900 turbo!

Gedichte zur Fußball-WM

Fußball-WM. Keine Zeit für Gedichte, sagen die Kinder zu ihren Eltern und die Eltern nicken. Keine Zeit. Der Fernseher läuft schon. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und ein Spiel dauert immer nur 90 Minuten. Und dann sind da ja auch noch die öden Pausen mit den immer gleichen langweiligen Fußball-Kommentatoren. Da ist echt jedes Fußballgedicht tausendmal besser. Für solche Momente sind im Blog zwei Monate lang Fußballgedichte für Kinder und Eltern versammelt – zwei Mal 15 Gedichte im Juni und Juli. Für die Spielpausen und das Warten auf den nächsten Abend, wenn es endlich weitergeht. 30 Autoren haben für diese zwei Monate ihr Bestes gegeben und ihre Worte schön und zielsicher übers Spielfeld gezwirbelt. Die Autoren der ersten Halbzeit (Juni): Renate Buddensiek, Jürgen Bulla, Georg Bydlinski, Fritz Deppert, Alex Dreppec, Tanja Dückers, Martin Ebbertz, Christian Futscher, Thomas Glatz, Uwe-Michael Gutzschhahn, Stefan Heuer, Sibylle Hoffmann, Jan-Eike Hornauer, Nikola Huppertz und Gerald Jatzek. Die zweite Halbzeit Juli) bestreiten dann Mathias Jeschke, Karl Kirsch, Barbara Maria Kloos, Susan Kreller, Fitzgerald Kusz, Paul Maar, Thilo Mandelkow, Heike Nieder, Wolfgang Oppler, Barbara Pumhösel, Arne Rautenberg, Manfred Schlüter, Alfons Schweiggert, Ute Wegmann und Frantz Wittkamp. Wer den Weg zum Fußballlyrik-Stadion nicht mehr weiß – hier ist noch einmal der Link.