„Smart“ ist Jugendbuch des Monats

Schon im Mai wurde das bei dtv junior erschienene Jugendbuch „Smart“ der englischen Autorin Kim Slater von der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur zum Buch des Monats gewählt.
Ehrlich gesagt, ich freue mich sehr über diese Auszeichnung, denn „Smart“ zählt zu den schönsten und literarisch besten Büchern, die ich in den letzten 15 Jahren übersetzt habe.
Der Roman erzählt die Geschichte eines autistischen Jungen, der durch seine genaue Beobachtung und seine Fähigkeit, Dinge und Menschen perfekt in seinen Zeichnungen festzuhalten, den Mord an einem Obdachlosen aufklärt und dadurch sich und seine Mutter von den boshaften Übergriffen seines Stiefvaters erlöst. Aber es ist weniger die spannend erzählte Geschichte, die diesen Roman zu etwas Besonderem macht, sondern vielmehr Kim Slaters bildhafte Sprache, mit der sie dem Leser die Szenen und Figuren des Romans in knappen Beschreibungen vor Augen führt.

Autoren präsentierten in München Kindergedichte

So lautete das Motto einer dreitägigen Veranstaltung zur Kinderlyrik, die vom 29. April bis 1. Mai in München stattfand. Am Freitagabend diskutierten die Autoren Susan Kreller, Arne Rautenberg und ich sowie die Herausgeberin und Kritikerin Christine Knödler im Lyrik Kabinett in der Form eines literarischen Quartetts vier Gedichtbücher: Frantz Wittkamps Neuerscheinung „In die Wälder gegangen, einen Löwen gefangen“, Jürg Schubigers Band „Der Wind hat Geburtstag“, Shel Shilversteins posthum erschienene Sammlung „Einmal mit allem“ in der Übersetzung von Harry Rowohlt und das von Regina Kehn gestaltete Gedichtbuch „Das literarische Kaleidoskop“. Die Veranstaltung war bestens besucht und das erwachsene Publikum erfuhr viel über den Wert von Kinderlyrik in unserer Zeit. Am Sonntag lasen dann sechs Autoren – Tanja Dückers, Ulrike Almut Sandig, Arne Rautenberg, Heinz Janisch, Mathias Jeschke und Michael Augustin – ihre am Vortag im Workshop auf Schloss Blutenburg entstandenen Kindergedichte. Zu der Matinee waren am Maifeiertag zahllose interessierte Eltern mit ihren Kindern gekommen. Die Gedichte sollen nun noch einmal von den Autoren überarbeitet werden und zu einem späteren Zeitpunkt in Buchform erscheinen.

Lesung

  1. l. n. r.: Uwe-Michael Gutzschhahn, Susan Kreller, Christine Knödler und Arne Rautenberg beim Kinderlyrischen Quartett

Erster deutscher Kinderlyrik-Preis

Zum 40-jährigen Bestehen der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur wird am 18. November 2016 erstmals der Josef-Guggenmos-Preis vergeben. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert und die erste Auszeichnung in Deutschland, die sich ausschließlich der Gattung Kindergedicht widmet. Der Preis soll alle zwei Jahre für Gedichtbücher vergeben werden, die in diesem Zeitraum erschienen sind. Benannt wurde der Preis nach einem der wichtigsten deutschsprachigen Kinderlyriker des vergangenen Jahrhunderts. Josef Guggenmos lebte von 1922 – 2003. Sein Gedichtband „Was denkt die Maus am Donnerstag“ gehört bis heute zu den erfolgreichsten Büchern der Reihe dtv junior und wurde über 400.000 mal verkauft.

Gedicht des Monats Mai

Schule

Jeden Morgen der Wecker.
Jeden Morgen waschen.
Okay, das Frühstück ist lecker,
aber im Bus diese Flaschen
mit ihren dämlichen Taschen.
Jeden Morgen steht plötzlich eine im Gang.
Jeden Morgen leg ich mich lang.
Alle lachen.

Kevin Brooks erstmals wieder in Deutschland

Am 19. April ist Kevin Brooks seit vielen Jahren zum ersten Mal wieder für eine Lesung in Deutschland. Eingeladen wurde er nach Pullach bei München zum 3. Internationalen Jugendliteratur-Festival, das vom 11.-19. April in der Charlotte-Dessecker-Bücherei im Bürgerhaus (Heilmannstraße 2, 82049 Pullach) stattfindet. Kevin Brooks und ich werden aus „Bunker Diary“ lesen und auf Deutsch und Englisch Gespräche mit dem Publikum führen. Der Eintritt kostet 5,00 Euro.

Weitere Infos findet ihr hier: Crossover-Informationen