Schöne Begegnungen im Norden

MaeuseEnde April war ich auf einer größeren Norddeutschland-Tour mit vielen verschiedenen Stationen. Anlass der Reise war eine Lesung in Hamburg und die Idee, auf den Spuren des Lyrik-Altmisters James Krüss zu wandeln und ein paar Tage auf Helgoland zu verbringen. Weil die Reise gen Norden von München aus weit ist und sich irgendwie „lohnen“ soll, versucht man all das hineinzupacken, was man sonst immer wieder aufschieben würde. Und so gab es neben ganz privaten Besuchen (in Berlin und Waltrop bei Dortmund) auch wunderschöne Schriftsteller- und Verlegerbegegnungen mit Arne Rautenberg (Kiel), Manfred Schlüter (Hillgroven bei Büsum) und Dincer Gücyeter (Essen), der meinen neuen Kindergedichtband „Die Muße der Mäuse“ verlegt. Das Buch erscheint Anfang September im Elif Verlag. Mit Manfred Schlüter habe ich in der Hillgrovener Nordsee-Gemeinde letzte Hand an das Cover des Buches gelegt. Schlüter hat auch den Innenteil des schönen Buchs gestaltet. Treuer Begleiter auf meiner einwöchigen Reise war mein 25 Jahre alter Saab 900 turbo!

Gedichte zur Fußball-WM

Fußball-WM. Keine Zeit für Gedichte, sagen die Kinder zu ihren Eltern und die Eltern nicken. Keine Zeit. Der Fernseher läuft schon. Aber nach dem Spiel ist vor dem Spiel und ein Spiel dauert immer nur 90 Minuten. Und dann sind da ja auch noch die öden Pausen mit den immer gleichen langweiligen Fußball-Kommentatoren. Da ist echt jedes Fußballgedicht tausendmal besser. Für solche Momente sind im Blog zwei Monate lang Fußballgedichte für Kinder und Eltern versammelt – zwei Mal 15 Gedichte im Juni und Juli. Für die Spielpausen und das Warten auf den nächsten Abend, wenn es endlich weitergeht. 30 Autoren haben für diese zwei Monate ihr Bestes gegeben und ihre Worte schön und zielsicher übers Spielfeld gezwirbelt. Die Autoren der ersten Halbzeit (Juni): Renate Buddensiek, Jürgen Bulla, Georg Bydlinski, Fritz Deppert, Alex Dreppec, Tanja Dückers, Martin Ebbertz, Christian Futscher, Thomas Glatz, Uwe-Michael Gutzschhahn, Stefan Heuer, Sibylle Hoffmann, Jan-Eike Hornauer, Nikola Huppertz und Gerald Jatzek. Die zweite Halbzeit Juli) bestreiten dann Mathias Jeschke, Karl Kirsch, Barbara Maria Kloos, Susan Kreller, Fitzgerald Kusz, Paul Maar, Thilo Mandelkow, Heike Nieder, Wolfgang Oppler, Barbara Pumhösel, Arne Rautenberg, Manfred Schlüter, Alfons Schweiggert, Ute Wegmann und Frantz Wittkamp. Wer den Weg zum Fußballlyrik-Stadion nicht mehr weiß – hier ist noch einmal der Link.

Im Juni zeichnet Volkach aus

Adobe Photoshop PDFEs hört gar nicht auf mit den Empfehlungen. Und ganz besonders trifft es einerseits meine Übersetzung des Romans „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“ von Steven Herrick (Thienemann) und zum anderen meine Gedichtanthologie „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“ (dtv). Im Juni stehen beide Bücher auf der Bestenliste der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur – einmal unter den Jugend- und einmal unter der Kinderbuchempfehlungen. Ich freue mich, dass es gerade diese beiden poetischen Bücher sind.

Auch im Mai wieder: Die Besten 7

Ziegen2Im Februar, im März … und jetzt im Mai: Schon wieder ein Buch auf der Liste „Die Besten 7“. Diesmal keine Übersetzung, sondern die Gedichtanthologie „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“ mit den wunderbaren Bildern von Sabine Kranz. Dieser Erfolg für die Kinderlyrik ist eine ganz besondere Freude für mich. Wer immer noch behauptet, dass Kinder keine Gedichte mehr lesen, liegt eindeutig falsch. Man muss nur die richtigen Texte bieten! Was die Jury der „Besten 7“ zu dem Gedichtbuch sagt, kann man hier nachlesen.

Neuer großer Roman von Kevin Brooks

Gerade habe ich, noch in Manuskriptform, den neuen Roman von Kevin Brooks gelesen, der im nächsten Frühjahr bei dtv als deutsche Ausgabe erscheinen wird. Das Buch, das im Englischen „Dogchild“ heißen soll, unterscheidet sich stark von allen bisherigen Brooks-Büchern, die ich übersetzt habe, und spielt in einer Zeit ca. 200-300 Jahre in der Zukunft. Die Welt ist in großen  Teilen vernichtet. Nur noch wenige Menschen haben überlebt und doch herrscht immer noch Krieg. Krieg um die Vormachtstellung zweier verfeindeter Lager. Und der Erzähler ist ein sog. Dogchild, ein Mensch, der nach einem Überfall auf eine Menschengruppe von wilden Hunden adoptiert und großgezogen wurde, dann aber von den Menschen zurückgeholt und „rehumanisiert“ wurde. Als Hundskind ist Jeet anders sensibilisiert als die Menschen, wird von ihnen aber auch immer wieder als Fremdling ausgestoßen. Ein Krieg steht bevor, es herrschen Verrat und Betrug, die jedoch nur Yeet erkennt. – Ein unglaublich spannender, dicker Roman von knapp 600 Seiten Umfang. Im Deutschen wird das Buch wahrscheinlich „Running With the Deathland Dogs“ heißen (entsprechend dem ursprünglichen englischen Titel).