DAS GEDICHT Nr. 26 – ein Wendeheft

Leicht verspätet, aber endlich da: die neue, 26. Ausgabe der Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT ist gerade noch rechtzeitig zum Termin der ersten Heft-Präsentation in Schleswig frisch aus der Druckerei bei Verleger Anton G. Leitner in Weßling eingetroffen. Ein Wende-Heft zum 30. Jahrestag der politischen Wende in Deutschland, aber auch eine Ausgabe, in der es um Wendepunkte im Privaten und poetische Drehs in Gedichten selber geht. Zusammengestellt wurde das neue Heft, das man von vorn und hinten lesen kann, durch Anton G. Leitner und die Journalistin und Lyrikerin Melanie Arzenheimer. Den Kindergedicht-Part durfte nun schon zum dritten Mal ich zusammenstellen – mit insgesamt 30 neuen Texten. Bei der Präsentation des Heftes im Schleswiger Haus der Kulturstiftung am 24. November haben neben den zwei Herausgebern die Autoren Thilo Mandelkow (Tarstedt), Arne Rautenberg (Kiel), Manfred Schlüter (Hillgroven in Dithmarschen), Michael Augustin, Ulrich Beck, Sujata Bhatt (alle drei aus Bremen) und ich aus den Texten gelesen.

In der Heimat von Josef Guggenmos

Seit diesem Jahr wird der Josef-Guggenmos-Preis im Geburts- und Heimatort des 2003 verstorbenen Dichters verliehen. Irsee, das inmitten des Allgäu – in der Nähe von Kaufbeuren – liegt, ist berühmt für sein im Barock erbautes Benediktinerkloster, das heute eine wunderbar hergerichtete Tagungsstätte beherbergt. Die Verleihung des einzigen deutschen Kinderlyrikpreises war dort in dem schönen Ambiente eingebettet in eine Tagung zum Thema „Eine neue Sicht auf das Kindergedicht“. Vorträge gab es von Professor Hans-Heino Ewers, dem Guggenmos-Entdecker und ehemaligen Verleger Hans-Joachim Gelberg, aber auch von namhaften Autoren wie Susan Kreller (über das Lyrik-Übersetzen), Nadia Budde (über das Lyrik-Illustrieren), Paul Maar (über die Frage, warum sich Kinder für Gedichte begeistern) und mir (über Sprachkunst im Kindergedicht). Eine große Lesung mit dem diesjährigen Preisträger Michael Hammerschmid aus Wien, Arne Rautenberg aus Kiel, dem Preisträger des ersten Preises von 2016, Heinz Janisch und den zuvor genannten Autoren ergänzte die gelungene und gut besuchte Tagung. Wer will, kann meinen Vortrag hier nachlesen.

Bild: (c) Ulrich Störiko-Blume, München

Große Preisverleihung in Volkach

Ein sonniger Herbsttag mit warmem Wetter und goldener Laubfärbung: So präsentierte sich der berühmte Weinort Volkach am Main, als ich am 19. Oktober den „Großen Preis“ überreicht bekam. Eine rundum gelungene Veranstaltung, die Akademie-Chefin Claudia Pecher organisiert hatte: eine Laudatio von Michael Augustin (was für wunderbare Worte zu meiner Lyrik!), ein kurzweiliges und interessantes Gespräch mit Christiane Steen über das Übersetzen (zwei Kollegen und Freunde, die das Gleiche lieben), ein von Johannes Öllinger genial vertontes Gedicht („Sommernacht“). Was kann man sich Schöneres wünschen als einen so rundum gelungenen Festtag mit vielen Freunden und Weggefährten. Ich bin noch immer ganz gerührt und unendlich dankbar.

Fotos: © Andreas Kneitz/webflasher

Sonderpreis für das übersetzerische Gesamtwerk

JuLit3Kaum zu fassen – ich bin überglücklich und zutiefst gerührt von den vielen Reaktionen auf der Frankfurter Buchmesse, wo mir bei der Verleihung des Deutschen Jugendliteraturpreises 2018 der Sonderpreis für das Lebenswerk eines Übersetzers zugesprochen wurde. Der Sonderpreis geht abwechselnd an AutorInnen, IllustratorInnen und ÜbersetzerInnen. Zuletzt wurden als Übersetzer Angelika Kutsch (2014), Tobias Scheffel (2011), Gabriele Haefs (2008) und Harry Rowohlt (2005) geehrt. Der Preis für ein übersetzerisches Gesamtwerk ist im Übrigen erst zum achten Mal vergeben worden. Überreicht wurde er von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey. Die Laudatio hielt die Vorsitzende der Sonderpreisjury Professor Heike Elisabeth Jüngst.

Hier die Kurzbegründung der Jury.

 

Bilder: © AKJ / Sebastian Kissel

Mäuse bei Guggenmos

Mit dem Gedichtband „Was denkt die Maus am Donnerstag“ wurde der Dichter Josef Guggenmos (1922-2003) einst berühmt. Das Buch hat sich bis heute fast 500.000 mal verkauft. Seit 2016 gibt es den Josef-Guggenmos-Preis, der sich als erste und einzige der unzähligen Kinder- und Jugendliteratur-Auszeichnungen der Lyrik widmet. Der Preis vor zwei Jahren ging an Arne Rautenberg. Diesmal wird – zum ersten Mal in Irsee im Allgäu, wo Guggenmos geboren wurde und sein ganzes Leben verbracht hat – Michael Hammerschmid aus Wien ausgezeichnet. Neben dem Preis gibt es eine Empfehlungsliste, die 5 Bücher umfasst. Hier ist auch mein neues Buch „Die Muße der Mäuse“ erwähnt und mit einer schönen Jury-Begründung versehen. So grüßen meine Mäuse voller Muße die Deinstagsmaus von Josef Guggenmos und fühlen sich als poetische Enkel. Wer die Jury-Begründungen zu meinem und den anderen Büchern nachlesen will, findet die Pressemitteilung der Deutschen Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach, die den Preis vergibt, hier:

Jury-Begründung.