Gedicht des Monats Februar

Mäusew8

Was hat die Maus um 8 gem8?
Sie hat die Laus nach Haus gebr8.
Doch hat die Laus nicht dran ged8:
Ihr war die Haustür zugekr8,
das hat das Schloss kaputt gem8.
Nun fand sie keinen Kellersch8,
durch den sie kam in dunkler N8.
Da hat die Maus kurz aufgel8:
Ich schieb doch hier nicht Stunden W8,
das kommt ja gar nicht in Betr8.
Ich nehme dich als Rückenfr8
und bringe dich ganz still und s8
zu mir in meine Mäusepr8.
So sprach die Maus mit aller M8,
sie hatte Hunger, richtig Schm8,
und hat die Laus zu sich gebr8.
Dort schliefen sie bis früh um 8.

Gedicht des Monats Januar

Post für Sarah

Ich muss dir was schreiben.
Auf Facebook?
Oder auf Instagram?
Als WhatsApp?
Oder Mail?

Vielleicht ja als Brief,
handgeschrieben,
in einem verschlossenen Umschlag?
Womöglich mit rotem Siegellack?

Wie du das wohl fändest,
wenn so was
in deinem Briefkasten läge
zwischen den Werbezeitungen
und Reklamezetteln?

Eine geheime Botschaft.
Ich könnte sie auch
bei dir im Garten
in eine Baumritze stecken
und dir nachts
mit der Taschenlampe morsen,
damit du sie findest.

Ich könnte den Brief
als Flaschenpost schicken.
Dann musst du Geduld haben
und lange am Fluss stehen,
bis du die verkorkte Flasche findest,
in der mein Brief steckt,
den du nur schwer herauskriegst
und der mit den Worten beginnt:
Liebe Sarah.

Gedicht des Monats Dezember

Leichter Schnee

Einmal zählte ich den Schnee.
Ich zählte die Flocken, ihre Kristalle.
Die Spitzen alle
berührten wie winzige Katzentatzen
behutsam den See.
Als würden sie fast noch schweben,
zitternd vor Leben.
Als würden sie nur einen Augenblick schwatzen
und flögen dann weiter
wie eine eisige Fee.

Gedicht des Monats November

Federn

Mein Engel zählt seine Federn,
die schönen mit weichem Flaum.

Sein Körper ist uralt und ledern,
er fliegt mir durch meinen Traum.

Ich lebe in schwarzgrünen Zedern
und halte die Vögel im Zaum.

Ich sammle die taumelnden Federn
und hänge sie neu in den Baum.

Gedicht des Monats Oktober

Das Känguru

Es war einmal ein Känguru,
das musste unbedingt aufs Klu.

Es war einmal ein Kängoro,
das musste unbedingt aufs Klo.

Es war einmal ein Kängiri,
das hatte leider keinen Schnie …

Es war einmal ein Kängere,
dem tat der Popo schrecklich weh.

Es war einmal ein Kängaurau,
das hatte einen schlimmen Stau.

Es war einmal ein Kängara,
das schrie vor Freude: Endlich da!

Es war einmal ein Känguru.
Nun reimt sich‘s sauber. Jetzt gebt Ruh.