Kraniche im Lockdown

Weil die Corona-Pandemie nicht enden will, geht es auch mit der Reihe „Lockdown-Lyrik“ im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT weiter. Es lohnt sich immer wieder, die Texte zu sichten und vor und zurück zu „blättern“. Da versammeln sich viele ganz verschiedene literarische Stimmen zum Thema. Auch ich habe noch einmal ein Gedicht für die Reihe geschrieben, das gerade online gegangen ist. Und ich freue mich, dabei sein zu dürfen. Wer das Gedicht lesen will, findet es HIER.

Goethe zieht um die Welt

1999 schrieb ich zusammen mit Rafik Schami den Sachroman „Der geheime Bericht über den Dichter Goethe“. Die Idee hinter dem Buch: Zum 250. Geburtstag des großen Dichters wollten wir eine Art neuen West-östlichen Diwan inszenieren. Und wer bot sich da auf arabischer Seite besser an als Schami, dessen Bücher ich damals bei Hanser betreute. Schami wollte, dass wir das Buch als gleichberechtigte Autoren schrieben. Und bis heute wissen nur wir, welche Kapitel von ihm und welche von mir sind.

Das Buch wurde ein großer Erfolg. Hardcover- und Taschenbuchausgabe haben sich bis heute zusammen mehr als 60.000mal verkauft. Und übersetzt wurde der Roman ins Spanische, Französische, Arabische und jetzt sogar ins Usbekische. Unser Goethe zieht immer weiter um die Welt.

Nominierung für den Deutschen Jugendliteraturpreis

Am Donnerstag, den 18. März, war es wieder soweit. Wie sonst um 14.00 Uhr auf der Leipziger Buchmesse, wurden diesmal corona-bedingt schon zum zweiten Mal die Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis online bekanntgegeben, der dann hoffentlich im Oktober wieder auf der Frankfurter Buchmesse verliehen werden kann. In vier Sparten – Bilderbuch, Kinderbuch, Jugendbuch, Sachbuch – hat die Kritikerjury je sechs Titel ausgewählt. Die fünfte Sparte ist den Jugendlichen selbst vorbehalten. 6 Leseclubs aus allen Regionen Deutschlands wählen ihren jeweiligen Lieblingstitel, der dann mit den Lieblingstiteln der anderen Clubs um den Sieg ins Rennen geht. Und einmal mehr war bei den Titeln der Jugendlichen auch ein Roman dabei, den ich übersetzt habe: „You Are Not Safe Here“ von Kyrie McCauley. Das bei dtv erschienene Buch ist ein echter Herzenstitel unter meinen übersetzten Romanen. Wer die gesamte Liste der nominierten Bücher anschauen will, findet sie HIER mitsamt den Jury-Begründungen.

Hier sind wir im Kölner Agnesviertel

Im Kölner Agnesviertel muss jemand sehr lyrikverliebt sein. Immer wieder hängen irgendwo deutlich sichtbar und großformatig Gedichte an Bäumen, Mauern, Masten etc. Geniale Idee und wie viel Idealismus gehört dazu, die Gedichte auszuwählen zu vergrößern, regen- und schneefest zu machen und anonym aufzuhängen? Mögen nun viele Menschen mit gleichem Enthusiasmus vor den Gedichten stehenbleiben und lesen, die Texte fotografieren und mit anderen teilen. Was mich besonders freut: Unter den Gedichten im Agnesviertel ist auch eines von mir: „Hier sind wir“ erscheint übrigens im Mai neu in meinem Sammelband „Die Geschichte des Hasen endet im Topf“ beim Verlag Vorwerk8 in Berlin.

Neues Gedicht in der Lockdown-Lyrik

Wieder ein neues Gedicht von mir in der Reihe „Lockdown-Lyrik 2.0“, die von Fritz Deppert, Alex Dreppec, Anton G. Leitner und Sabine Schiffner online herausgegeben wird. Unter der Nummer 091 ist am Donnerstag, 18. Februar das Gedicht „Fehlende Aussicht“ erschienen. Zu finden ist es HIER. Weitere Gedichte von mir in der Lockdown-Lyrik 2.0“-Reihe gab es am 5. Dezember 2020 („Gedicht“) als Folge 033 und am 6. November 2020 („Pandemische Filme“) als Folge 006. In der ersten Reihe zum Lockdown im Frühjahr 2020 erschien außerdem das Gedicht „Der Platz als Folge 54