Gedichtn des Monats Mai

Die Angst des Tores beim Elfmeter

Die ganze Zeit steh ich am Spielfeldrand
und zittre an den tausend Nylonfäden.
Zum Glück, die Abwehr steht wie eine Wand.

Ich hoff, dass nie der Gegner treffen wird,
hab Panik vor dem Schmerz und Dehnungsschäden.
Passt auf, der Ball kommt! Seht nur, wie er schwirrt.

Grätsch rein, mein Freund! Schnell, mach den Angriff nieder.
Elfmeter? Neinneinnein, das darf nicht sein.
Mein Herz schlägt wild, ich spüre alle Glieder.

Ein Spieler baut sich langsam vor mir auf,
den kalten Blick fixiert, spannt er sein Bein
und trifft mich in den Bauch aus vollem Lauf.

Gedicht des Monats März

Schlaraffen-Muffin

Manche Affen raffen Waffen.
Manche schlaffen Pfaffen gaffen.
Manche blaffen.
Manche paffen.

Aber die Giraffen, diese taffen,
essen Muffin.

Und dann träumen sie
vom Lande der Schlaraffen.

Gedicht des Monats Januar

Fragen an den klugen Hund

Was helfen uns Schienen,
summen die Bienen.

Wieso brauchen wir Tische,
blubbern die Fische.

Bleibt uns weg mit den Pillen,
zirpen die Grillen.

Was sollen wir mit Tattoos,
schnalzen die Kängurus.

Was nutzen uns Flöten,
unken die Kröten.

Was bringen uns Herde,
wiehern die Pferde.

Wozu Führerscheine,
grunzen die Schweine.

Wer will schon fliegen,
meckern die Ziegen.

Dem gehe ich jetzt auf den Grund,
bellt der kluge Hund.

Gedicht des Monats November

Vom Kleinsein

Ein Stein
winziger als
ein Stecknadelkopf
sticht dich im Schuh

Du versuchst
ihn zu leugnen
zu verschieben
vom Fuß

Es hilft nichts
er weicht nicht
macht sich
nicht klein

Du kannst
nicht weiter
mit diesem
winzigen Stein

Größer wäre
er wirkungslos
käm nicht
in den Schuh