Guggenmos-Preis für Kinderlyrik vergeben

Nun also steht es fest: Der in diesem Jahr erstmals vergebene Josef-Guggenmos-Preis preisder Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in Volkach – es ist der erste und einzige Kinderlyrikpreis in Deutschland – geht an Arne Rautenberg für seinen gerade beim Peter Hammer Verlag erschienenen Band „Unterm Bett liegt ein Skelett“, illustriert von Nadia Budde. Der Preis ist mit 3.000 Euro dotiert. Interessant ist auch die Empfehlungsliste des Preises mit fünf weiteren herausragenden Lyrikbänden aus dem Erscheinungszeitraum 2015-16:
• Nadia Budde: Vor meiner Tür auf meiner Matte. Mit Illustrationen der Autorin. Peter Hammer Verlag, Wuppertal, 2016
• Uwe-Michael Gutzschhahn (Hrsg.): Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her. Das dicke Buch vom Nonsens-Reim. Mit Illustrationen von Sabine Wilharm. Cbj, München, 2015
• Judith Holofernes: Du bellst vor dem faschen Baum. Mit Illustrationen von Vanessa Karré. Tropen Verlag, Stuttgart, 2015
• Christoph Meckel: Für Clarisse. Mit Illustrationen des Autors. Gutleut Verlag, Frankfurt, 2015
• Frantz Wittkamp: In die Wälder gegangen, einen Löwen gefangen. Findlinge. Mit Illustrationen von Axel Scheffler. Beltz & Gelberg, Weinheim, 2016

Zwei Auszeichnungen für Steven Herrick

HerrickGerade erst erschienen, hat der in knappen Versen geschriebene Jugendroman „Wir beide wussten, es war was passiert“ des australischen Autors Steven Herrick gleich zwei wichtige Auszeichnungen erhalten: Im August stand das Buch auf der Liste „Die besten 7“, in der 29 Juroren aus der Kinder- und Jugendbuchszene monatlich für den Deutschlandfunk sieben Bücher der aktuellen Verlagsproduktionen besonders hervorheben. So hieß es zu dem Herrick-Roman: „Große Literatur.“ Und was sonst nur selten üblich ist, wurde in diesem Fall auch der Übersetzer UMG ausdrücklich erwähnt und gelobt.

Im September erfährt der Roman jetzt aber eine zweite Ehrung, und zwar als Buch des Monats der Volkacher Akademie für Kinder und Jugendliteratur in der Sparte Jugendbuch.

Besonders erwähnt wurde das Buch außerdem als einziger Jugendroman unter 21 Buchempfehlungen für Strandtasche, Rucksack und Reisekoffer im Feuilleton der Süddeutschen Zeitung vom Wochenende 16./17. Juli auf einer Doppelseite „Sonnenseiten dieses Lesesommers“.

Gedicht des Monats August

Ein Windhauch

Ein Windhauch steigt empor vom See,
er dreht nach Luv, er dreht nach Lee,
er weht allein auf weiter Flur,
ein Boot schwankt sanft im Wasser nur.

Und als sonst weiter nichts geschieht
und er den See so ruhen sieht
(der Sonne gelbes Abendlicht
wie Dotter fließt, mehr tut sich nicht),

verwirft er, was er vorgehabt.
Er denkt: Na gut, hat nicht geklappt,
und legt mit einem letzten Dreh
ans Ufer sich vom stillen See.

Neues aus der Agentur: Smarte Maschinen

Smarte MaschinenUlrich Eberl hat in den Zukunftsabteilungen bei Daimler und Siemens gearbeitet und kennt sich wahrlich aus in allem, was mit modernen Robotern zu tun hat und wie sie unsere Welt in der Zukunft bestimmen werden. Nach seinem Erfolgsbuch „Zukunft 2050“ erscheint nun – pünktlich zum RoboCup 2016 vom 30. Juni bis 4. Juli in Leipzig – sein neues Buch „Smarte Maschinen“ bei Hanser. Der wirklich lesenswerte Band, der über technische Entwicklungen und Möglichkeiten, aber auch über die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft berichtet, wurde durch meine U.M.G. Literaturagentur vermittelt. Ulrich Eberl zählt zu den wichtigsten Autoren der Agentur. Sein erstes Buch „Zukunft 2050“ verkaufte sich allein in Deutschland mehr als 25.000 mal und wurde sogar ins Englische übersetzt.

Als kleines Schmankerl: Für alle, die in das Buch „Smarte Maschinen“ hineinlesen wollen, gibt es hier eine Leseprobe.

Und hier noch der Link zur Homepage.

Die Jury-Begründung zur „Hinundhering“-Nominierung

Inzwischen hat der Arbeitskreis für Jugendliteratur (AKJ) die Begründungen für die diesjährigen Nominierungen zum Deutschen Jugendliteraturpreis bekanntgegeben. Für die Nonsens-Anthologie „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“ erklärt die Jury:

„In den Gedichten von Christian Morgenstern, Karl Valentin, Joachim Ringelnatz, Ernst Jandl bis hin zu Heinz Erhardt, Michael Ende und Otto Waalkes geht es primär um eines: Nonsens. Jedes der Gedichte fordert zum Schmunzeln oder Lachen heraus, verlockt dazu, sich auf Sprachspiele einzulassen, Widersprüche und Doppeldeutigkeiten zu durchschauen. Die spielerische Leichtigkeit der Texte ist dabei oft mit subversiven Elementen verbunden, wenn Regeln und Normen gebrochen werden. Die Anthologie vereint Texte bekannter und weniger bekannter Dichter, streift die Literaturgeschichte, aber auch die Populärkultur. Dem Herausgeber Uwe-Michael Gutzschhahn gelingt damit eine ebenso lehrreiche wie unterhaltsame Zusammenstellung, die vom Rhythmus und Klang der Sprache zeugt. Besonders machen diesen Band auch dessen außergewöhnliche Haptik und Optik. Sabine Wilharm ist es gelungen, den Nonsens-Gedichten Illustrationen beiseite zu stellen, die ebenso absurd und spielerisch sind wie diese und mit den Versen in einen einzigartigen Dialog treten.“