Ocelot und die Mäuse

Gedichte auf dem Präsentiertisch in einer Buchhandlung? Das ist so selten, dass man es fast vergessen könnte. Nicht so bei Ocelot in Berlin. Da stehen gleich vier Gedichtbände für Kinder auf dem Tisch (unter der Obhut von Barack Obama): „Mäusekino“ und „Die Muße der Mäuse“ von mir und die zwei Gedichtbände „könig der kinder“ und „tänze der untertanen“ von meinem Hamburger Dichterkollegen Nils Mohl, den ich überaus schätze. Das ist ein echter Glückstag, denn Gedichte wollen gesehen und nicht als „Bückware“ versteckt werden. Als es 2015 mal meine Nonsens-Lyrikanthologie „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“ ins Schaufenster und auf den Büchertisch bei Lehmkuhl in München schaffte, wurden dort im Weihnachtsgeschäft über 60 Bände verkauft. Sage noch einer, Lyrik geht nicht.

Büchertisch mit Mäusen bei Ocelot in Berlin

Gedichte im Blog 2

Eine schon im Frühjahr begonnene Reihe im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT gibt es in diesem Herbst auch wieder. Unter dem Titel Lockdown-Lyrik schreiben regelmäßig Autoren Gedichte zur Frage, wie wir unter den neuerlichen Corona-Bedingungen leben und empfinden. Dort gibt es wunderbare Gedichte u. a. von Michael Augustin, Sujata Bhatt, Ludwig Steinherr und auch wieder mal ein Gedicht von mir: Als Nummer 006 wurde von den Reihenherausgebern Anton G. Leitner, Fritz Deppert und Alex Dreppec der Text „Pandemische Filme“ ausgewählt. Wer alle Gedichte lesen will, der findet sie HIER.

Gedichte im Blog 1

Im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT gibt es viele spannende Rubriken. Seit langem macht dort Jan Eike Hornauer die Reihe Gedichte mit Tradition, in der er neue Texte den Ursprungsgedichten gegenüberstellt, auf die sie sich bewusst oder unbewusst beziehen. Von mir wurde schon das Kindergedicht „Der Panther“ (Folge 180) aus dem Band „Unsinn lässt grüßen“ mit Rilkes Panther-Gedicht verglichen und auch mein Erwachsenengedicht „Dämmerung, April 2020“ (Folge 184) zum Corona-Lockdown mit dem Bezugstext des Expressionisten Alfred Lichtenstein. Jetzt gerade erschien in der Reihe mein Gedicht „Die Insel“ (Folge 197), in dem ich mich in konkreter oder visueller Poesie versucht habe, und das Hornauer mit dem bekannten „Fischers Nachtgesang“ von Christian Morgenstern vergleicht. Wer noch mehr Gedichte mit ihren Vorbildern vergleichen will, der kann HIER alle bis jetzt erschienenen Folgen der Blog-Reihe nachlesen.

Radio Hörbahn bringt Gedichtlesung

In der Reihe „Kids Corner“ bringt der Münchner Internet-Radiosender Hörbahn (www.literaturradiohoerbahn.com) regelmäßig auch Mitschnitte aus dem Programm der Internationalen Jugendbibliothek. In diesem Sommer lief im geräumigen Innenhof von Schloss Blutenburg, wo die weltweit größte Sammlung von Kinderliteratur zu Hause ist, eine Lesungsreihe mit dem Titel Blutenburger Sommerbühne. Am 23. Juli habe ich dort Gedichte für Kinder gelesen. Wegen technischer Probleme konnte die Veranstaltung damals nicht mitgeschnitten werden. Aufgrund zahlreicher Nachfragen, ob man die Lesung nicht trotzdem noch einmal hören könne, habe ich die ausgewählten Gedichte inzwischen noch einmal im Home-Studio eingelesen. Wer mag, kann das Programm jetzt nachhören – wenn auch nicht live. Unter den ausgewählten Autorinnen und Autoren waren auch einige Kinder, mit denen ich in Workshops zusammengearbeitet habe. Um direkt zur Sendung zu kommen, bitte HIER klicken.