Gedicht des Monats Februar

Wo ist der Mond?

Wo ist der Mond?
Sein Haus seit Tagen unbewohnt.
Ich such nach seiner Spur im Feld,
ein Hund schlägt an und bellt.

Wo ist der Mond?
Sein Haus seit Tagen unbewohnt.
Der Himmel trägt ihn nicht im Mund.
Es jault von fern ein Hund.

Wo ist der Mond?
Sein Haus seit Tagen unbewohnt.
Der Raps scheint mondgelb in der Nacht.
als hielt er schweigend Wacht.

Wo ist der Mond?
Sein Haus so unbewohnt.
Ein kleiner Stern fällt
und ein Hund erzählt.

Verspätete Meldung

Längst wollte ich vom Lyrischen Adventskalender der Volkacher Akademie berichtet haben, in dem man zurzeit Tag für Tag ein Kindergedicht hören kann – von Paul Maar oder Georg Bydlinski, von Franz Hohler oder Arne Rautenberg, von Michael Augustin, Heike Nieder oder von mir und wer da noch so alles kommen wird.

Es sind wirklich zauberhaft schöne Gedichte, die da aus dem Adventskalender klingen. Also schnell ran an den Kalender und das nächste Türchen aufklappen. Übrigens: Dieser Kalender hat 26 Türchen – bis zum 2. Weihnachtstag. HIER ist der Link.

Spielplatz in den Literaturseiten München

In der Dezember-Ausgabe der „Literaturseiten München“, die ursprünglich vor allem ein Veranstaltungskalender in Sachen Literaturlesungen waren, sich in Corona-Zeiten mangels Lesungen aber zu einem veritablen Info-Blatt über Bücher und Autoren gewandelt haben, ist auf Seite 3 ein Erwachsenengedicht von mir mit dem Titel „Spielplatz“ abgedruckt. Das freut mich sehr, gibt es doch schon jetzt einen kleinen Vorgeschmack auf meinen neuen Gedichtband „Die Geschichte des Hasen endet im Topf“, der im Februar bei Vorwerk8 in Berlin erscheint – wobei „Spielplatz“ dort gar nicht drin ist. Aber ich spüre so langsam, dass es nach den vielen Kinderlyrik-Geschichten der letzten Jahre endlich auch wieder mit den Erwachsenengedichten vorangeht. Und darüber frreue ich mich sehr. Wer übrigens nicht in München wohnt, die „Literaturseiten“ also nicht beim nächsten Bücherkauf in der Buchhandlung mitnehmen kann, der kann die Seiten auch HIER einsehen und mein Gedicht lesen.

Gedicht des Monats Dezember

Landleben

Der Hund sagt mäh,
die Katz macht muh,
die Kuh miaut,
das Schaf, das kaut.

Der Trecker schlägt,
das Kornfeld knurrt,
die Turmuhr rauscht,
der Hund, der lauscht.

Die Taube summt,
die Biene quakt,
der Frosch ruft guru
und die Kuh schaut zu.

Die Lerche ächzt,
der Hund, der singt,
der Birnbaum kläfft,
die Katze schläft.