Gedichte im Blog 2

Eine schon im Frühjahr begonnene Reihe im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT gibt es in diesem Herbst auch wieder. Unter dem Titel Lockdown-Lyrik schreiben regelmäßig Autoren Gedichte zur Frage, wie wir unter den neuerlichen Corona-Bedingungen leben und empfinden. Dort gibt es wunderbare Gedichte u. a. von Michael Augustin, Sujata Bhatt, Ludwig Steinherr und auch wieder mal ein Gedicht von mir: Als Nummer 006 wurde von den Reihenherausgebern Anton G. Leitner, Fritz Deppert und Alex Dreppec der Text „Pandemische Filme“ ausgewählt. Wer alle Gedichte lesen will, der findet sie HIER.

Gedichte im Blog 1

Im Blog der Zeitschrift DAS GEDICHT gibt es viele spannende Rubriken. Seit langem macht dort Jan Eike Hornauer die Reihe Gedichte mit Tradition, in der er neue Texte den Ursprungsgedichten gegenüberstellt, auf die sie sich bewusst oder unbewusst beziehen. Von mir wurde schon das Kindergedicht „Der Panther“ (Folge 180) aus dem Band „Unsinn lässt grüßen“ mit Rilkes Panther-Gedicht verglichen und auch mein Erwachsenengedicht „Dämmerung, April 2020“ (Folge 184) zum Corona-Lockdown mit dem Bezugstext des Expressionisten Alfred Lichtenstein. Jetzt gerade erschien in der Reihe mein Gedicht „Die Insel“ (Folge 197), in dem ich mich in konkreter oder visueller Poesie versucht habe, und das Hornauer mit dem bekannten „Fischers Nachtgesang“ von Christian Morgenstern vergleicht. Wer noch mehr Gedichte mit ihren Vorbildern vergleichen will, der kann HIER alle bis jetzt erschienenen Folgen der Blog-Reihe nachlesen.

Radio Hörbahn bringt Gedichtlesung

In der Reihe „Kids Corner“ bringt der Münchner Internet-Radiosender Hörbahn (www.literaturradiohoerbahn.com) regelmäßig auch Mitschnitte aus dem Programm der Internationalen Jugendbibliothek. In diesem Sommer lief im geräumigen Innenhof von Schloss Blutenburg, wo die weltweit größte Sammlung von Kinderliteratur zu Hause ist, eine Lesungsreihe mit dem Titel Blutenburger Sommerbühne. Am 23. Juli habe ich dort Gedichte für Kinder gelesen. Wegen technischer Probleme konnte die Veranstaltung damals nicht mitgeschnitten werden. Aufgrund zahlreicher Nachfragen, ob man die Lesung nicht trotzdem noch einmal hören könne, habe ich die ausgewählten Gedichte inzwischen noch einmal im Home-Studio eingelesen. Wer mag, kann das Programm jetzt nachhören – wenn auch nicht live. Unter den ausgewählten Autorinnen und Autoren waren auch einige Kinder, mit denen ich in Workshops zusammengearbeitet habe. Um direkt zur Sendung zu kommen, bitte HIER klicken.

Fahnenlesen 2

Heute war wieder Fahnenlesetag. Diesmal keine Übersetzung, sondern mein neuer Gedichtband „Die Geschichte des Hasen endet im Topf“, der im Frühjahr 2021 beim Verlag Vorwerk8 in Berlin erscheint. Mein erster Gedichtband für Erwachsene seit vielen Jahren. Herausgeber Helmut Braun, der 1978 mein erster Verleger war und mir mit dem Buch „Windgedichte“ 1978 den Weg in die sichtbare Welt der Literatur öffnete – damals hatte er gerade seinen Verlag gegründet, in dem so namhafte Autoren wie Rose Ausländer, Christoph Meckel oder auch Edgar Hilsenrath publizierten –, meldete sich zu Anfang diesen Jahres und fragte, ob ich Lust hätte, meine Erwachsenengedichte, die ich seit 1975 geschrieben und publiziert habe, in einem Auswahlband neu zu versammeln und wieder öffentlich zu machen. Das ist natürlich eine riesige Verlockung, denn keines meiner Gedichtbücher ist heute mehr lieferbar. Und der Verlag Vorwerk8 macht unglaublich schöne Bände, für die er 2016 mit dem Förderpreis der Kurt-Wolff-Stiftung ausgezeichnet wurde. Die Gedichtreihe „Text & Metrik“ ist die jüngste Idee von Verleger Reinald Gußmann. Für sie hat er sich Helmut Braun als Herausgeber an die Seite geholt. Als erstes erschien 2019 der Band „Blau ist mein Hut“ von Therese Chromik, wunderschön in rotes Leinen gebunden, mit Lesebändchen, Fadenheftung und einem ausgefallenen Design der Innenseiten. Mit den Fahnen, die ich gerade gelesen habe (es sind übrigens auch einige neue Gedichte dabei), wird mein eigener Band auf einmal greifbar. Plötzlich ist das Gefühl da: Das Buch erscheint. Es braucht nicht mehr viel – außer ein wenig Geduld bis ins kommende Frühjahr. Bleibt noch die Frage, welche Leinenfarbe das Buch bekommen wird. Ich bin gespannt.