Unter diesem Motto findet vom 29. April bis 1. Mai in München ein groß angelegter Kinderlyrik-Workshop statt, der gemeinsam von der Internationalen Jugendbibliothek (IJB), der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und dem Lyrikkabinett München ausgerichtet wird. Sechs Autoren sowohl aus der Kinder- wie auch aus der Erwachsenen-Lyrikszene erarbeiten und diskutieren in der IJB neue Gedichte. Arne Rautenberg als Kurator der Gesamtveranstaltung hat dazu u. a. Michael Augustin, Tanja Dückers, Heinz Janisch, Mathias Jeschke und Ulrike Almut Sandig eingeladen. Die Ergebnisse des Workshops werden am 1. Mai präsentiert. Zudem gibt es am Abend des 29. April im Lyrikkabinett ein literarisches Kinderlyrik-Quartett mit den Autoren Arne Rautenberg, Susan Kreller und mir sowie Christine Knödler als Moderatorin.
Gedicht des Monats Februar
Reim-Gedicht
Ich reim das Glück,
es spielt verrück-
Da fehlt ein „t“,
der Reim tut weh.
Ich reim das Glück,
ihm fehlt ein Stück.
O nein, verrückt,
Reim ist geglückt.
Zwei Auszeichnungen im Januar
Jetzt gibt es auch die ersten Auszeichnungen für die große Nonsens-Anthologie „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“. Im Januar ist sie nicht nur Buch des Monats der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur in der Kategorie Kinderbuch, sondern erhält auch den Esel des Monats der Fachzeitschrift „Eselsohr“. Da fängt das neue Jahr ja richtig gut an.
Gedicht des Monats Januar
Der Wind
Es geht ein Wind.
Wie macht er das?
Ein Vogel fliegt.
Ein Luftschiff fährt.
Was tut der Wind,
wenn er auf einmal
in ein Luftloch tritt?
Gedicht des Monats Januar
Nele
Alles, was ich gerne tue:
morgens schlafen. Bitte Ruhe!
Schule schwänzen, Fahrrad fahren,
Nele zupfen an den Haaren.
Pommes essen mit viel Ketchup,
Tore machen für den Bolzclub.
Heimlich Online-Spiele spielen,
zwischendurch nach Nele schielen.
Fletsche bauen und mit schießen,
einfach faul den Tag genießen.
Eiskrem schlecken, Schoko, Erdbeer,
Haselnuss mag Nele noch mehr.
Zettel schreiben, knüllen, werfen,
Klingelstreiche, Leute nerven.
Abends unterm Bettzelt liegen,
Gänsehaut vom Lesen kriegen.
Und wenn finster alles ruht,
träumen, was wohl Nele tut.

