Wasserhasser
Ein ganz krasser Wasserhasser
wurde aus Angst zum Wasserlasser,
immer nasser, immer blasser,
dass er gelten könnte als Wasserprasser.
Wasserhasser
Ein ganz krasser Wasserhasser
wurde aus Angst zum Wasserlasser,
immer nasser, immer blasser,
dass er gelten könnte als Wasserprasser.
Endlich: Die Nonsens-Anthologie „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“ ist fertig und erscheint pünktlich zur Frankfurter Buchmesse. Erstverkaufstag für die Buchausgabe ist der 19. Oktober, für die CD der 23. Oktober. Und am Sonntag, den 25. Oktober findet in der Buchhandlung Lehmkuhl in München um 11.00 Uhr die Buchpremiere mit mir als Herausgeber und Sabine Wilharm als Illustratorin statt. Die Veranstaltung ist für Kinder und Erwachsene. Bitte unbedingt anmelden unter www.lehmkuhl.net/lehmcool oder direkt per Mail unter katharinalemling@lehmkuhl.net
Schlaflied
Abends, wenn ich schlafen geh,
fährt ein roter LKW
übers Laken, weiß wie Schnee,
bis ich mich im Bett umdreh
und dort etwas andres seh,
vielleicht meinen großen Zeh.
Abends, wenn mein großer Zeh
übers Laken fährt wie Schnee,
schläft mein roter LKW,
bis ich mich im Schweiß umseh
und im Bette mich verdreh,
weil ich etwas anders geh.
Abends, wenn ein Laken Schnee
schläft in meinem LKW
und ich meinen Zeh umdreh,
wird mein Bett rot und ich geh,
weil ich nichts mehr richtig seh,
trink ein Glas Kamillentee.
Am 30. Oktober findet an der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur ein Fachforum zum Thema Kinderlyrik statt. Titel der Veranstaltung, die in Zusammenarbeit mit der Ludwig-Maximilians-Universität München und dem Schwäbischen Literaturschloss Edelstetten ausgerichtet wird: Meister der „kleinen“ Formen – damals und heute. Ausgehend von Josef Guggenmos – über den u. a. sein Entdecker und Förderer Hans Joachim Gelberg spricht – wird die Entwicklung der Kinderlyrik in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts beleuchtet. Einen Blick auf die ersten 15 Jahre des neuen Jahrtausends werde ich in meinem Vortrag werfen. Und am Abend gibt es eine Lesung mit Paul Maar, Arne Rautenberg, Erich Jooß und mir.
Anmeldungen zum Fachforum unter www.akademie-kjl.de
Eines Abends
Eines Abends verschwand die Stadt
mit allem Drum und Dran in einer Straße.
Und die Straße verschwand
mit allem Drum und Dran der Stadt
in einem Haus.
Und das Haus verschwand
mit der Straße
und mit allem Drum und Dran der Stadt
in einer Küche.
Und die Küche verschwand
mit dem Haus
und mit der Straße
und mit allem Drum und Dran der Stadt
in einem Kochtopf.
Und der Kochtopf verschwand
mit der Küche
und mit dem Haus
und mit der Straße
und mit allem Drum und Dran der Stadt
in einem Dunstabzug.
Und der Dunstabzug verschwand
mit dem Kochtopf
und mit der Küche
und mit dem Haus
und mit der Straße
und mit allem Drum und Dran der Stadt
in einer Wolke.
Und die Wolke verschwand
mit dem Dunstabzug
und mit dem Kochtopf
und mit der Küche
und mit dem Haus
und mit der Straße
und mit allem Drum und Dran der Stadt
in einem Regentropfen.
Und in dem Regentropfen waren
die Wolke
und der Dunstabzug
und der Kochtopf
und die Küche
und das Haus
und die Straße
und alles Drum und Dran der Stadt,
als hätte sie jemand geträumt.