Gedicht des Monats Februar

Mäusew8

Was hat die Maus um 8 gem8?
Sie hat die Laus nach Haus gebr8.
Doch hat die Laus nicht dran ged8:
Ihr war die Haustür zugekr8,
das hat das Schloss kaputt gem8.
Nun fand sie keinen Kellersch8,
durch den sie kam in dunkler N8.
Da hat die Maus kurz aufgel8:
Ich schieb doch hier nicht Stunden W8,
das kommt ja gar nicht in Betr8.
Ich nehme dich als Rückenfr8
und bringe dich ganz still und s8
zu mir in meine Mäusepr8.
So sprach die Maus mit aller M8,
sie hatte Hunger, richtig Schm8,
und hat die Laus zu sich gebr8.
Dort schliefen sie bis früh um 8.

Portrait im BR2-Kulturjournal

Am Sonntag, den 13. Januar lief ein sehr schönes Portrait über mich im Kulturjournal von BR2. Aus einem zweistündigen Gespräch über meine Arbeit als Kinderlyriker und Übersetzer hat Astrid Mayerle einen gelungenen Zwanzigminuten-Beitrag gemacht, der einen interessanten Einblick in meine Arbeit und meine literarischen Überzeugungen gibt. Wer nicht in Bayern wohnt oder aus anderen Gründen die Sendung am Sonntagabend nicht hören konnte, der findet den Podcast hier.

Gedicht des Monats Januar

Post für Sarah

Ich muss dir was schreiben.
Auf Facebook?
Oder auf Instagram?
Als WhatsApp?
Oder Mail?

Vielleicht ja als Brief,
handgeschrieben,
in einem verschlossenen Umschlag?
Womöglich mit rotem Siegellack?

Wie du das wohl fändest,
wenn so was
in deinem Briefkasten läge
zwischen den Werbezeitungen
und Reklamezetteln?

Eine geheime Botschaft.
Ich könnte sie auch
bei dir im Garten
in eine Baumritze stecken
und dir nachts
mit der Taschenlampe morsen,
damit du sie findest.

Ich könnte den Brief
als Flaschenpost schicken.
Dann musst du Geduld haben
und lange am Fluss stehen,
bis du die verkorkte Flasche findest,
in der mein Brief steckt,
den du nur schwer herauskriegst
und der mit den Worten beginnt:
Liebe Sarah.

Was macht der Hinundhering im Windsor Park?

Ob der Hinundhering die Queen besuchen wollte, um ihr beim Tee Nonsens-Gedichte vorzulesen, ist leider nicht bekannt. Doch scheint er tatsächlich im königlichen Park von Windsor gewesen zu sein. Oder war es nur ein würdig silbern glänzender Doppelgänger des wunderbaren Fischs, den Sabine Wilharm für das Cover der Anthologie „Ununterbrochen schwimmt im Meer der Hinundhering hin und her“ geschaffen hat? Wie auch immer: Wir verneigen uns vor Ihrer Hoheit, dass sie das schöne Tier als Kunstobjekt im Park geduldet hat, wo es doch fremde Geschöpfe durch den drohenden Brexit in England immer schwerer haben. So ein Unsinn.

DAS GEDICHT Nr. 26 – ein Wendeheft

Leicht verspätet, aber endlich da: die neue, 26. Ausgabe der Lyrikzeitschrift DAS GEDICHT ist gerade noch rechtzeitig zum Termin der ersten Heft-Präsentation in Schleswig frisch aus der Druckerei bei Verleger Anton G. Leitner in Weßling eingetroffen. Ein Wende-Heft zum 30. Jahrestag der politischen Wende in Deutschland, aber auch eine Ausgabe, in der es um Wendepunkte im Privaten und poetische Drehs in Gedichten selber geht. Zusammengestellt wurde das neue Heft, das man von vorn und hinten lesen kann, durch Anton G. Leitner und die Journalistin und Lyrikerin Melanie Arzenheimer. Den Kindergedicht-Part durfte nun schon zum dritten Mal ich zusammenstellen – mit insgesamt 30 neuen Texten. Bei der Präsentation des Heftes im Schleswiger Haus der Kulturstiftung am 24. November haben neben den zwei Herausgebern die Autoren Thilo Mandelkow (Tarstedt), Arne Rautenberg (Kiel), Manfred Schlüter (Hillgroven in Dithmarschen), Michael Augustin, Ulrich Beck, Sujata Bhatt (alle drei aus Bremen) und ich aus den Texten gelesen.