Gedicht des Monats Juni

Quallenfalle

Qualle Qualle
walle walle
schwebt mit einem leichten Dralle
schleicht sich ran an mich und alle
und mit ihrem giftgen Schwalle
zieht sie mich in ihre pralle
sengende Tentakelfalle.

Im Juni zeichnet Volkach aus

Adobe Photoshop PDFEs hört gar nicht auf mit den Empfehlungen. Und ganz besonders trifft es einerseits meine Übersetzung des Romans „Ich weiß, heute Nacht werde ich träumen“ von Steven Herrick (Thienemann) und zum anderen meine Gedichtanthologie „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“ (dtv). Im Juni stehen beide Bücher auf der Bestenliste der Volkacher Akademie für Kinder- und Jugendliteratur – einmal unter den Jugend- und einmal unter der Kinderbuchempfehlungen. Ich freue mich, dass es gerade diese beiden poetischen Bücher sind.

Auch im Mai wieder: Die Besten 7

Ziegen2Im Februar, im März … und jetzt im Mai: Schon wieder ein Buch auf der Liste „Die Besten 7“. Diesmal keine Übersetzung, sondern die Gedichtanthologie „Sieben Ziegen fliegen durch die Nacht“ mit den wunderbaren Bildern von Sabine Kranz. Dieser Erfolg für die Kinderlyrik ist eine ganz besondere Freude für mich. Wer immer noch behauptet, dass Kinder keine Gedichte mehr lesen, liegt eindeutig falsch. Man muss nur die richtigen Texte bieten! Was die Jury der „Besten 7“ zu dem Gedichtbuch sagt, kann man hier nachlesen.

Gedicht des Monats Mai

Prosten

Welcher Knilch prostet mit Milch?
Welcher Hasser prostet mit Wasser?
Welche Made prostet mit Limonade?
Welcher Laffe prostet mit Kaffee?

Oje, und wer prostet mit Tee?

Ihr prostet wahrscheinlich mit Bier.
Ich sitz allein und proste mit Wein.

Neuer großer Roman von Kevin Brooks

Gerade habe ich, noch in Manuskriptform, den neuen Roman von Kevin Brooks gelesen, der im nächsten Frühjahr bei dtv als deutsche Ausgabe erscheinen wird. Das Buch, das im Englischen „Dogchild“ heißen soll, unterscheidet sich stark von allen bisherigen Brooks-Büchern, die ich übersetzt habe, und spielt in einer Zeit ca. 200-300 Jahre in der Zukunft. Die Welt ist in großen  Teilen vernichtet. Nur noch wenige Menschen haben überlebt und doch herrscht immer noch Krieg. Krieg um die Vormachtstellung zweier verfeindeter Lager. Und der Erzähler ist ein sog. Dogchild, ein Mensch, der nach einem Überfall auf eine Menschengruppe von wilden Hunden adoptiert und großgezogen wurde, dann aber von den Menschen zurückgeholt und „rehumanisiert“ wurde. Als Hundskind ist Jeet anders sensibilisiert als die Menschen, wird von ihnen aber auch immer wieder als Fremdling ausgestoßen. Ein Krieg steht bevor, es herrschen Verrat und Betrug, die jedoch nur Yeet erkennt. – Ein unglaublich spannender, dicker Roman von knapp 600 Seiten Umfang. Im Deutschen wird das Buch wahrscheinlich „Running With the Deathland Dogs“ heißen (entsprechend dem ursprünglichen englischen Titel).